Auslegen der Garben
Nach etwa 7 Monaten, zwischen März und April, können
die Quinua-Stauden geerntet werden. Diese werden dann kreisförmig
auf einem Feld ausgebreitet. Beim Trocknen muß natürlich der
ständige Schutz vor Tierfraß, Regen oder Hagel gegeben sein,
dieser wird durch Gräser gegeben.
Handdreschen der Ernte
Das Dreschen geschieht nach etwa 2-3 Wochen mit der Hand.
Dabei werden die Samen mit Stöcken aus den Rispen geschlagen; oder
Pferde, Esel oder gar schon mal ein LKW gehen bzw. fahren über die
ausgebreiteten Garben.
Die übrigbleibenden Restpflanzen dienen den Lamas
als Futter.
Das Sieben der Körner
Durch Handsieben und mit Hilfe des Windes wird die Spreu
vom Korn getrennt.
Lagerung der Quinua
Nun muß die Quinua gelagert werden. Hierzu legt
man sie auf trockene und gut durchlüftete Lagerplätze, wie z.B.
in offene Behälter aus Metall, Lehm oder Plastik aus. Danach wird
die Quinua in Säcken aufbewahrt.
Abtrennen der Samenschale
Bevor die Quinua gebrauchsfähig ist, muß die
äußere Haut abgetrennt werden. Die Samenhaut enthält Saponine,
diese können durch verschiedene Behandlungen entfernt werden: Baden,
Rösten, Schälen
Im Bad werden die Samen mehrfach gründlich gewaschen,
dabei wird unter Reiben und Stampfen die Haut mit den Saponinen entfernt.
Beim Rösten und Schälen gilt das gleiche Prinzip,
die Samenhaut muß entfernt werden.
Danach werden die Samen nochmals getrocknet und sind
dann verkaufsfähig.
Info: Saponine
Die Saponine müssen entfernt werden, aber die üblichen
Methoden reichen meist nicht . Die Quinua - Bauern waschen die Körner
mehrfach und reiben sie in den Händen. Selbst bei gebrauchsfähiger
Quinua empfiehlt es sich vor dem Kochen die Körner nochmals sorgfältig
zu waschen. Größere Mengen eingenommener Saponine könnten
theoretisch einen Durchfall verursachen. Saponine haben haben einen bitteren
Geschmack und sind eine Art Seifenstoff, sie erzeugen im Wasser Schaum.
Diese Quinua- Seifenlauge hat man früher zur Kleider- , Körper-
und Haarwäsche benutzt und sogar zu diesem Zweck extra saponinhaltige
Quinua angebaut.
Zusammenfassung
Verarbeitung:
- die geernteten Pflanzen werden kreisförmig aufgehängt
und, zum Schutz vor Regen und Tieffrost, mit anderen Gräsern
abgedeckt
- gedrescht wird nach 2-3 Wochen mit der Hand
- die Samen werden mit einem Stock herausgeschlagen oder
Pferde und Esel laufen über die Pflanzen
- die Restpflanzen werden zum Futter für Lamas verwendet
- die Spreu wird durch Handreben und mit Hilfe des Windes
vom Korn getrennt
- danach muß das Quinua getrocknet werden, wofür
man es an trockene und gut durchlüftete Plätze legt, wie offene
Behälter aus Lehm, Metall oder Plastik
- schließlich wird das Quinua in Säcke verpackt
und weiter transportiert
Bei den traditionellen Sorten, liegen die Erträge
bei ca. 600 - 800 kg pro ha. Es gibt aber auch Kunstdünger abhängige
Sorten,die bis zu 3000 kg bringen sollen.
Von den 17.000 - 20.000 Tonnen Quinua, die jedes Jahr
in Bolivien hergestellt werden, wird die Hälfte ins Ausland gebracht.
Bevor Quinua gebrauchsfähig ist, muß erst die
äussere Samenschale entfernt werden. Um diese Schale zu entfernen,
waschen die Bauern die Körner öfters und reiben sie dann an den
Wänden.
Selbst bei dem Quinua, das in unseren Geschäften
gekauft wird, empfiehlt es sich, die Körner vorher noch einmal gründlich
zu waschen, da größere Mengen
der Saponine, die sich in der äußeren Schale
befinden, zu Durchfall führen können.
Wie setzt sich der gepa-Preis für Quinua zusammen?
Einkaufspreis FOB Arica
20,47 %
Develop premium
3,59 %
Transport Arica -
gepa/Schwelm
6,17 %
EG -Abschöpfung
1,11 %
Verpackungs- und
Verarbeitungskosten
5,75 %
Versicherungs- und
Kapitalkosten
3,42 %
gepa-Kosten-
deckungsbeitrag
34,26 %
Rabatte für Aktions-
gruppen &
Eine-Welt-Läden
20,00 %
Mehrwertsteuer
5,23 %