
Der Fettstoffwechsel eines Menschen wird auch Lipidstoffwechsel genannt. Er dient dem Verdauungstrakt und ist für die Aufnahme und Verwertung von Nahrungsfetten, Cholesterin und Phospholipiden verantwortlich. Der Fettstoffwechsel stellt ausreichend Energie, Vitamine und Hormone für die Körperfunktion zur Verfügung und beginnt mit der Verdauung der Nahrung.
Das Essen wird zunächst im Magen zersetzt und wandert von dort in den Darm, wo die wasserunlöslichen Triglyzeride in kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren und Glycerin umgewandelt werden, um so problemlos die Darmwand durchqueren zu können. Cholesterin und Phospholipide können hingegen problemlos die Darmwand passieren. Sobald die verschiedenen Teile die Darmwand passiert haben, werden die Fettsäuren und das Glycerin zu Fetttröpfchen, auch Chylomikrone genannt, bestehend aus Triglyzeriden, verarbeitet. Diese werden in den Zellen des Darms gebildet. Sie enthalten aus dem Darm aufgenommene Fette und zusätzlich Proteine. Sie werden dann später zu Gallensäure verarbeitet. Die Chylomikrone, das Cholesterin und die Phospholipide wandern über die Lymphbahn in die Blutbahn. Dieser Vorgang wird „Resorption“ genannt.
Das Blut transportiert die Chylomikrone dann zu ihren Bestimmungsorten, wie z.B. den Muskeln. Die zur Energiegewinnung notwendigen Triglyzeride werden dem Chylomikronen bei diesem Vorgang entzogen und im Fettgewebe gespeichert. Dieser Anteil entspricht ca. 80%, der aus der Verdauung stammenden Triglyceride.
Dort werden sie verbrannt bzw. verbraucht und dienen als Energiespeicher. Überschüssige Energie, auch Remnants genannt, wird im Fettgewebe gespeichert oder zur Leber transportiert.
In der Leber wird das Cholesterin zu Gallensäure verarbeitet. Gallensäure dient der Fettaufspaltung und ist insofern wichtig, dass der Körper neues Fett aufnehmen kann. Außerdem werden in der Leber die Chylomikrone in körpereigene Lipoproteine (dienen dem Transport der wasserunlöslichen Fette, wie Cholesterin im Blut) umgewandelt.
Stoffwechselstörungen entstehen durch eine Fehlfunktion in diesem Vorgang, sodass zu viel Fett im Blut bleibt. Am besten kann man den eigenen Blutfettwert durch die Ernährung einstellen. Dabei ist zu beachten, dass man gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren ersetzt.